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Entstehungsgeschichte Mamajuana

Die Geschichte beginnt in der Karibik auf der schönen Insel Hispaniola. Hispaniola ist die zweitgrößte Insel der Karibik und gehört zu den Großen Antillen.
Die Insel ist geteilt in die Dominikanische Republik, die zwei Drittel davon einnimmt, und Haiti. Sie war die erste karibische Insel auf der sich Europäer niederließen. Christoph Kolumbus kam 1492 in dem Glauben hier an, er hätte Indien erreicht. Als er die Insel zum ersten Mal betrat, soll er gesagt haben: "Dies muß der schönste Platz der Erde sein".

Zur damaligen Zeit wurde die Insel von den Taino Indianern bewohnt, einem friedlichen Stamm, der die Insel "Quisqueya" nannte und keine geschriebene Sprache kannte. Die Taino empfingen die Eroberer mit offenen Armen, aber sie wurden sehr schnell von den Spaniern versklavt, die sie in ihren Goldminen arbeiten ließen.

Aber bei eben diesen Ureinwohnern, den Taino – Indianer, die der Gattung der Jäger und Sammler angehörten, fängt unsere Geschichte des Mamajuanas an. Sie entdeckten schon lange vor der Eroberung durch Kolumbus, die Kräutermischung, die zur Herstellung von Mamajuana nötig ist. Aber sie stießen natürlich nicht gleichzeitig auf alle Blätter und Hölzer, sondern entdeckten im Laufe von Jahrzehnten immer wieder neue wohltuende und heilende Kräuter. Sie kombinierten die verschiedenen Zusätze, und so entstand die Mischung für Mamajuana.

Mamajuana wurde zu Zeiten der Indianer in Teeform gebraut, weil es damals noch gar keinen Rum auf der Insel gab, so mussten die Indianer auf die herkömmliche Methode zur Lösung der ätherischen Öle, und zwar der Lösung im heißen Wasser zurückgreifen.

Die Indianer sind allgemein bekannt dafür, sehr naturverbunden zu sein und sich auch in dem Bereich der Naturheilkunde sehr gut auszukennen. Diese besagte Essenz wurde von den Indianern vielseitig angewendet. Innerlich gegen Übelkeit, Kopfschmerzen, Halsschmerzen und auch dafür das Wohlbefinden zu steigern und vor allem wurde dem Mamajuana schon immer eine Stärkung der Manneskraft nachgesagt. Auch Äußerlich wurde Mamajuana für Umschläge bei Gelenkschmerzen und Rheuma verwendet.

Aber durch die Versklavung der Indianer und vor allem auch durch neue Krankheiten, die von den Spaniern auf die Insel gebracht wurden, ist der Stamm innerhalb 100 Jahren fast gänzlich ausgerottet worden. Es kamen zu dieser Zeit viele Spanier auf die Insel und diese brachten neue Sklaven aus Afrika mit. Die heutige Bevölkerung der Dominikanischen Republik ist eine Mischung aus Europäern, Nachkommen afrikanischer Sklaven und Taino Indianern. Auch wenn dieser Stamm mehr oder weniger ausgestorben ist, sind die dominikanischen Bewohner sehr stolz auf ihre indianischen Wurzeln.

So wurde auch das Wissen über Kräuter und vor allem die Zusammensetzung der Mamajuana Kräuter über viele Generationen weiter übermittelt. Nur eines wurde im Laufe der Jahre verändert. Mit der neuen Besiedlung der Insel wurden auch neue Industriezweige gegründet und darunter hat sich die Rumindustrie, neben Zigarren, zum größten Exportgut der Dominikanischen Republik entwickelt. Über die Jahre wurde auch begonnen die Kräuter nicht mehr nur in Teeform, sondern auch im Rum zu lösen. Diese alkoholische Lösung der ätherischen Öle ist auch als effektiver anzusehen als die Lösung in heißem Wasser.

Die Rezepte wurden über die Jahrhunderte vielfältiger und so entstand nach langen Jahren, der Mamajuana, der auch heute noch über die ganze Insel verteilt zu finden ist. Ein geschmackvolles Getränk, dass überwiegend aus Rum, Honig und der besagten Kräutermischung hergestellt wird. Manche mischen noch Wein, Gin und sogar Schildkrötenschwänze bei. Außer dem Geschmack hat sich aber nichts geändert.

Die Einheimischen sagen noch heute: “ Mamajuana heilt, was immer dich quält „
Allem voran ist Mamajuana vor allem ein süffiges Genussmittel, aber noch heute schwören die Einheimischen auf die medizinischen Wirkungen und die Steigerung der Manneskraft. So braucht man sich beim Kauf auch nicht wundern, wenn einem der Verkäufer süffisant zugrinst und lächelnd sagt: „Mamajuana, mucho potenzia“

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